<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	>

<channel>
	<title>JaunsCorner.com Blog</title>
	<atom:link href="http://www.jaunscorner.com/blog/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.jaunscorner.com/blog</link>
	<description>The Official Website Of René Jaun, Trying to fit one life into one blog</description>
	<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 16:40:20 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.5</generator>
	<language>en</language>
			<item>
		<title>Jetzt gibt&#8217;s uns als Newsletter! Bleiben Sie auf einfache Weise mit uns in Verbindung!</title>
		<link>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/11/24/55/</link>
		<comments>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/11/24/55/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Nov 2007 06:23:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kona]]></category>

		<category><![CDATA[This Life]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jaunscorner.com/blog/2007/11/24/55/</guid>
		<description><![CDATA[Für alle, die gerne mit kurzen Updates über Geschichten und Ereignisse in unseren Leben auf dem Laufenden gehalten werden möchten, habe ich entschieden, den &#8220;René Jaun und Leo in der Mission&#8221; Newsletter (Freundesbrief) anzubieten. Full_Artjcle 
Wenn ich diszipliniert bleibe, sollten Sie regelmässig - ein, zwei Mal pro Monat &#8212; ein E-Mail mit den wichtigsten Neuigkeiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für alle, die gerne mit kurzen Updates über Geschichten und Ereignisse in unseren Leben auf dem Laufenden gehalten werden möchten, habe ich entschieden, den <a href="http://www.jaunscorner.com/newsletter">&#8220;René Jaun und Leo in der Mission&#8221; Newsletter</a> (Freundesbrief) anzubieten. Full_Artjcle </p>
<p>Wenn ich diszipliniert bleibe, sollten Sie regelmässig - ein, zwei Mal pro Monat &#8212; ein E-Mail mit den wichtigsten Neuigkeiten direkt zugestellt erhalten. Und NEIN, ich werde Sie nicht mit überlangen Abhandlungen ärgern. Die Freundesbriefe werden kurz, spannend und informativ sein. Klingt doch super, oder?</p>
<p>Also, <a href="http://www.jaunscorner.com/blog/newsletter">probieren Sie es aus! Melden Sie sich an</a> und lassen Sie sich überraschen!</p>
<p><strong>Update:</strong>Die erste Ausgabe ging am 28. November raus, aber es ist nie zu spät für eine <a href="http://www.jaunscorner.com/blog/newsletter">Anmeldung zur kommenden Ausgabe!</a> <img src='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-content/uploads/2007/11/rene_leo_thanksgiving.jpg' title='René Jaun umarmt einen lächelnden Leo (klicken Sie, um das Bild zu vergrössern)'><img src='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-content/uploads/2007/11/rene_leo_thanksgiving.thumbnail.jpg' alt='René Jaun umarmt einen lächelnden Leo (klicken Sie, um das Bild zu vergrössern)' /></a></p>
<p>Wir freuen uns auf Sie!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/11/24/55/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Die USA und Zugänglichkeit - mache ich irgendwas falsch?</title>
		<link>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/11/11/42/</link>
		<comments>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/11/11/42/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 02:14:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Accessibility]]></category>

		<category><![CDATA[Kona]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jaunscorner.com/blog/2007/11/11/42/</guid>
		<description><![CDATA[
Update: Englische Übersetzung und Bilder beigefügt am 23. November 2007!
Als ich entschied, diesen Text zu schreiben, stand ich gerade vor unserem kleinen Postbüro hier an der University of the Nations in Kona und hatte einen Brief in der Hand, den das Postamt retourniert hatte. &#8220;Requires Postage&#8221; (&#8221;Muss frankiert werden&#8221;) stand auf einem Begleitzettel. Ausserdem wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-content/uploads/2007/11/a_parade.gif' alt='Ein Beitrag zur Accessibility Blog Parade 2007' /><br />
<strong>Update: Englische Übersetzung und Bilder beigefügt am 23. November 2007!</strong><br />
Als ich entschied, diesen Text zu schreiben, stand ich gerade vor unserem kleinen Postbüro hier an der <a href="www.uofnkona.edu">University of the Nations in Kona</a> und hatte einen Brief in der Hand, den das Postamt retourniert hatte. &#8220;Requires Postage&#8221; (&#8221;Muss frankiert werden&#8221;) stand auf einem Begleitzettel. Ausserdem wurde mir ein Auszug aus dem Regelwerk des lokalen Postversandes mitgegeben. Es war das Resultat meines ersten Versuches, hier in den USA einen Brief als kostenlose &#8220;Blindensendung&#8221; (&#8221;Free Matter For The Blind&#8221;) zu verschicken. Ich musste eine der <a href="pe.usps.gov/archive/pdf/dmmarchive0810/E040.pdf">Regeln (hier in Englisch und als PDF)</a> missachtet haben, aber niemand (auch nicht ein Postbeamter, den ich anrief) konnte mir sagen, welche genau. Full_Artjcle </p>
<p><a href='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-content/uploads/2007/11/post_office.jpg' title='Rene Jaun und Leo am Briefkasten (klicken Sie, um das Bild zu vergrössern)'><img src='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-content/uploads/2007/11/post_office.thumbnail.jpg' alt='Rene Jaun und Leo am Briefkasten (klicken Sie, um das bild zu vergrössern)' /></a></p>
<p>Es war der Moment, in welchem ich einmal mehr zu grübeln anfing. Zugänglichkeit und Dienstleistungen für blinde scheinen irgendwie einfach nicht gleich zu funktionieren in den USA wie in der Schweiz. Ständig passierten mir solch seltsame Dinge, immer dann, wenn Zugänglichkeit für Blinde ins Spiel kam. Geht es wohl auch anderen blinden Menschen so? Oder mache ich irgendwas falsch?<br />
<span id="more-42"></span></p>
<h3>Der Traum vom zugänglichen Amerika</h3>
<p>In der Schweiz, insbesondere als Angestellter von <a href="http://www.zugang-fuer-alle.ch">Zugang für Alle</a>, waren die Vereinigten Staaten von Amerika immer wieder ein Thema. Sie galten in Sachen Zugänglichkeit als grossartiges Vorbild. Die Gesetze, insbesondere <a href="http://www.usdoj.gov/crt/ada/adahom1.htm">der Americans With Disabilities Act (englische Seite)</a> (Das Gesetz für Amerikaner mit Behinderungen - ADA), die Banken mit ihren sprechenden Geldautomaten und ihren Kontoauszügen in Braille und natürlich auch das Internet und die daran gestellten Zugänglichkeits-Anforderungen&#8230; Es schien, wie in alten Zeiten, in Amerika alles besser und fortgeschrittener zu sein. Ob dem wirklich so sei, fragte ich mich aber schon vor der Reise, als ich mit dem Antrag für ein U.S. Visum kämpfte.</p>
<h3>Es begann im Internet</h3>
<p>Behördliche Dienstleistungen, Formulare und Websites müssen, wenn ich das richtig verstanden habe, in den USA für alle Menschen, also auch für blinde Personen, zugänglich sein. Ein Gesetz mit dem Namen <a href="www.section508.gov">Section 508 (hier die offizielle, englische Website)</a> legt dies, zumindest in groben Zügen, fest. Tatsächlich kann man die Antragsformulare für ein Visum in die USA auch im Internet finden - es ist sogar so, dass das <a href="https://evisaforms.state.gov/DS156_German.asp?lang=7">Formular DS-156</a> in den meisten Ländern offenbar nur noch als Online-Version angeboten wird.</p>
<p>Dieses Formular DS-156 war denn aber auch das einzig wirklich zugängliche meiner Antragsformulare. Ein weiteres Dokument, welches ich ausfüllen sollte (DS-157) stand einzig als PDF-Datei zur Verfügung; und zwar entweder als solche, deren Formularfelder vom Screenreader gar nicht erst erkannt wurden (<a href="http://germany.usembassy.gov/root/pdfs/visa/ds-157_german_2006.pdf">deutsche Übersetzung</a>) oder als Datei mit einer Liste von Eingabefeldern und Auswahlschaltern, deren Reihenfolge aber nicht mit den verlangten Informationen übereinstimmten (<a href="http://www.state.gov/documents/organization/79964.pdf">Englisches Original</a>).</p>
<p>Ich entdeckte dieses Problem Mitte Juli 2007 und wendete mich mit einer entsprechenden Mitteilung an die zuständige Section 508 Stelle. Anfang August wurde mir versprochen, dass das Formular &#8220;zur Zeit&#8221; den Zugänglichkeitsrichtlinien entsprechend angepasst würde, aber dass die Konvertierung eine Weile in Anspruch nehmen würde - vor meiner Abreise in die USA (Mitte September) wäre der Prozess leider nicht abgeschlossen.</p>
<p>Auch im Moment (es ist beinahe Mitte November) findet man nach wie vor die unzugängliche Version von DS-157 auf der <a href="http://www.state.gov/m/a/dir/forms/">offiziellen Website des U.S. Department of State</a>. Offenbar scheinen also die Behörden und ihre Bemühungen zur Zugänglichkeit in den USA genau so langsam zu funktionieren wie in der Schweiz.</p>
<p>Als Trost sei noch anzufügen, dass auch das Formular, mit welchem ich mich als Auslandschweizer beim <a href="http://www.eda.admin.ch/eda/en/home/reps/nameri/vusa/cgsf.html">Generalkonsulat in San Francisco</a> anmelden musste, nicht zugänglich war (ein weiteres PDF-Dokument, dessen Formularfelder der Screenreader nicht erkannte). Immerhin wurde mir vom <a href="http://www.eda.admin.ch">Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten</a> binnen 3 Wochen eine ausfüllbare MS-Word-Version des Formulars zugestellt.</p>
<h3>Geld: Unzugängliche Noten, lügende Geldautomaten, normale Banken</h3>
<p>Mit einem halbwegs ausgefüllten Antrag, dem Beantworten vieler Fragen und nach dreimaligem Abgeben meiner Fingerabdrücke, schaffte ich es also Mitte September in die USA. Eine der Schwierigkeiten, mit denen Blinde hier täglich kämpfen, ist die Unzugänglichkeit der lokalen Banknoten. Diese sind alle genau gleich gross, aus demselben Material und scheinen keine taktile Markierung aufzuweisen, mit deren Hilfe sie voneinander unterschieden werden könnten. Es gibt zwar Wege, die Banknoten zugänglich zu machen. Bereits vor einer Weile hat mir <a href="http://www.schlapillon.com">Rhiannon</a> ein Hilfsmittel geschenkt, welches eine Blindenschrift-Markierung in die Banknoten stanzen kann. Doch auch hier muss man wissen, welchen Wert eine Banknote besitzt, bevor man sie dann richtig beschriften kann.</p>
<p>Ich habe keine Ahnung, warum die USA solch unzugängliche Noten eingeführt haben. Ich weiss, dass es eine <a href="http://www.money4all.info">Online-Petition</a> gibt, welche die Zugänglichkeit der amerikanischen Banknoten verlangt. Jedenfalls fällt mir auch in diesem Punkt eine gewisse Langsamkeit auf.</p>
<p>Toll sind natürlich die sprechenden Geldautomaten. Zwar ist es so, dass lange nicht alle Automaten sprechen - man muss sich also auch in den USA immer wieder mal von zum Teil wild fremden Leuten beim Geldabheben helfen lassen. Und dann gibt es die Automaten (wie jener auf unserem Kampus), deren Sprachausgabe einem mit falschen Informationen versorgt: &#8220;Bitte führen Sie Ihre Karte ein, mit dem magnetischen Streifen gegen Rechts und nach oben&#8221;. Diese Mitteilung hörte ich etwa 30 Mal, als ich zum ersten Mal mit dieser Maschine zu tun hatte. Es dauerte an die fünf Minuten, bis ich feststellte, dass das Geldabheben auch wirklich klappte - man musste lediglich die Karte so einführen, dass der Magnetstreifen nach links und nach vorne zeigte - von &#8220;rechts und oben&#8221; keine Spur.<br />
Da soll mal einer sagen, dass man diesen Maschinen vertrauen könne.</p>
<p><a href='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-content/uploads/2007/11/talking_atm.jpg' title='Rene Jaun und Leo an einem sprechenden Geldautomaten (klicken Sie, um das Bild zu vergrössern)'><img src='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-content/uploads/2007/11/talking_atm.thumbnail.jpg' alt='Rene Jaun und Leo an einem sprechenden Geldautomaten(klicken Sie, um das Bild zu vergrössern)' /></a></p>
<p>Eine weitere Enttäuschung erlebte ich dann bei der <a href="http://www.asbhawaii.com">American Savings Bank of Hawaii</a>, bei welchen ich ein lokales Konto eröffnen wollte. Natürlich gab es keine Unterlagen und auch keine Kontoauszüge in Blindenschrift. Ich hatte sogar den Eindruck, als hörten die Angestellten zum ersten Mal davon, dass irgendwer dies überhaupt anbieten würde.</p>
<p>Generell scheint mir der Bankverkehr eher unzugänglich zu sein. Normale Überweisungen, die man in der Schweiz ohne Probleme elektronisch erledigen kann, sind in den USA nicht nur höchst selten, sondern werden von meiner Bank auch nur direkt am Schalter erledigt.<br />
Statt den Überweisungen werden Checks verwendet. Man füllt sie aus (d.h. wer nicht schreiben kann, lässt sie von jemandem ausfüllen) und lässt sie dann dem Empfänger zukommen. Der Empfänger geht dann offenbar zu seiner Bank, um sein Geld abzuholen&#8230; So oder ähnlich muss es ablaufen. Aber wieder ertappe ich mich dabei, die Frage nach der Zugänglichkeit zu stellen: Gibt es eine Möglichkeit für mich, unabhängig einen Check auszustellen? Habe ich ein Hilfsmittel noch nicht entdeckt? Oder sind blinde Menschen auch hier auf die Hilfe von sehenden Personen angewiesen?</p>
<h3>Verkehr: Busse, die nichts sagen und nicht vorhandene Gehsteige</h3>
<p>Dann gibt es die Dinge, die wohl mit meinem konkreten Aufenthaltsort zu tun haben. Ich wurde schon vor meiner Anreise darüber informiert, dass es hier in Kailua Kona nicht gerade von Dienstleistungen für blinde Menschen wimmelt. Die Stadt, sagte man mir, habe ungefähr 30&#8242;000 Einwohner und liegt im Bundesstaat Hawaii - weit ab vom Festland. Was es hier zum Beispiel kaum gibt sind öffentliche Verkehrsmittel. Es gibt zwar durchaus einige Bus-Linien, die jedoch eher den Transport von Stadt zu Stadt ermöglichen als die Beförderung innerhalb eines Ortes. Als ich während eines Wochenendes in Honolulu war, begeisterten mich die <a href="http://www.thebus.org">Dortigen Bus-Betriebe</a> mit guten Stationsansagen und freundlichen Fahrern. Was die Busse in kleineren Städten angeht, konnte ich noch keine persönlichen Erfahrungen sammeln, verweise jedoch auf <a href="http://blog.maverik.ch/?p=62">Maverik&#8217;s Schilderungen</a>, die er nach einem Besuch hier in Hawaii niederschrieb.</p>
<p>Was ich hingegen schon persönlich erfuhr ist der generelle Mangel an Gehsteigen hier in Kailua Kona. Es gibt Orte, da fehlen sie vollständig. An anderen Stellen wird die Fahrbahn durch eine weisse Linie (sehr toll für Blinde) vom Trottoir abgetrennt, ansonsten sind die Gehsteige ganz in Ordnung. Aber auch hier wurde offenbar nicht auf Zugänglichkeit geachtet, wahrscheinlich darum, weil Fussgänger in diesem Land generell weniger wichtig zu sein scheinen als Autofahrer. Ich kann in meinem Fall auch auf Leo, meinen Führhund zählen, der immerhin die Gehsteige mit Abtrennlinien richtig interpretieren kann.</p>
<p>Bei Kreuzungen fällt ab und zu eine taktile Markierung auf. Diese führt einem aber nicht zum eigentlichen Fussgängerstreifen, sondern erstreckt sich entlang einer Strassenkurve, also quasi von Fussgängerstreifen zu Fussgängerstreifen. Man darf hier also nicht den taktilen Boden nutzen, um die Richtung für ein korrektes Überqueren zu finden - eine Sache, an welcher ich noch arbeiten muss und deren Logik mir bislang noch nicht klar geworden ist.</p>
<p><a href='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-content/uploads/2007/11/waiting_for_traffic.jpg' title='Rene Jaun und Leo warten auf den Moment, eine Strasse zu überqueren (klicken Sie, um das Bild zu vergrössern)'><img src='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-content/uploads/2007/11/waiting_for_traffic.thumbnail.jpg' alt='Rene Jaun und Leo warten auf den Moment, eine Strasse zu überqueren (klicken Sie, um das Bild zu vergrössern)' /></a></p>
<p>Der blinde Passant sucht in Kailua Kona vergeblich nach zugänglichen Ampeln. Es gilt auch hier - ähnlich wie in der Schweiz, den Lärm der Autos richtig zu deuten und selbst zu entscheiden, wann der Moment zum Überqueren der Strasse gekommen ist. Es kommt vor, dass freundliche Autofahrer ihren Wagen für mich auch dann anhalten, wenn sie eigentlich das Fahrrecht hätten; und besonders blöde Fahrer stoppen ihre Fahrzeuge manchmal auf dem Fussgängerstreifen - es ist also alles ganz wie zu Hause <img src='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<h3>Die guten Sachen</h3>
<p>All diese eher seltsamen Eindrücke würden aber das Bild, welches ich im Bezug der Zugänglichkeit in den USA gewonnen habe, nur halbwegs widerspiegeln. Natürlich gibt es auch hier die guten, die genialen Vorkommnisse.<br />
So freute es mich riesig, als mir von der lokalen Blindenbibliothek nach nur einem Monat des Wartens eine taktile Karte meines Stadtteils von Kailua Kona zugestellt wurde. Die Karte hilf mir, eine bessere Orientierung zu gewinnen und mir ein Bild der Stadt zu machen. Sie kam kostenlos zu mir und ich musste auch nicht extra die Behörden um Finanzierung bitten, wie das in der Schweiz nötig gewesen wäre.<br />
Auch der Zugang zu Hörbüchern wurde innert weniger Tagen ermöglicht, obwohl ich nur temporär in den USA lebe. Etwas weniger schnell, aber immerhin in Bearbeitung, ist mein Antrag für Mobilitätstraining hier in Kailua Kona. Wenn alles klappt, wird bald schon ein Spezialist aus Honolulu zu uns rüber fliegen, um da mit Training zu helfen, wo meine sehenden Freunde an der University überfordert sind <img src='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Auch Leo, mein Führhund, geniesst Freiheiten, die er bislang nicht hatte. Er hat hier das legale Recht, mich in öffentlichen Spitälern zu assistieren und zwar bis in die meisten Krankenzimmer. Des Weiteren darf er mich ohne Mehrkosten in jedes Hotel begleiten, auch dann, wenn die Hotels andere Hunde nicht zulassen. Beides sind Dinge, von welchem ich in der Schweiz nur träumen konnte.</p>
<p>Während meines Wochenendes in Honolulu besuchte ich die Jahresversammlung des <a href="http://hawaii.nfb.org/">Hawaiianischen Blindenverbandes</a>. Dort lernte ich viele selbst von Blindheit betroffene und hier wohnende Menschen kennen. Es tat gut, zu merken, dass die Blinden hier zum Teil genau so grossartig und zum anderen Teil genau so seltsam waren wie in der Schweiz (übrigens gilt dies auch für die Sehenden). Die Gerüchte, die ich dort über die Schweiz hörte, entsprachen ungefähr jenen übertriebenen Vorstellungen, die ich von den USA hatte. Insbesondere wurde das Schweizer Sozialsystem gerühmt, welches ich als Betroffener zwar als lobenswert und grosszügig, jedoch oft auch als zäh, langsam und enttäuschend erlebe. Die Autofahrer seien generell rücksichtsloser in den USA, wurde mir gesagt - auch etwas, dem ich nicht so zustimmen konnte. Ich glaube, die Rücksichtslosigkeit der Autofahrer hängt generell von der Grösse des Aufenthaltsortes ab; in grossen Städten (wie Zürich oder Los Angeles) fährt man wohl einfach gefährlicher als wie in kleineren Orten (Thun oder Kailua Kona).</p>
<h3>Mein Fazit so weit</h3>
<p>Ja, es gibt Gleichstellungsgesetze in den USA, die so stark sind, dass sich die Schweiz und andere Länder ein Stück davon abschneiden sollten. Die Geldautomaten, die vielen Blindenschrift-Tafeln, die schnelle Zustellung von Karten und Hörbüchern sind weitere Punkte, die ich der Schweiz nachzuahmen aufdrängen möchte.<br />
Gleich gestellter als in der Schweiz fühle ich mich aber trotzdem nicht wirklich. Viele der grossartigen Zugänglichkeitsmassnahmen, welche die USA so berühmt machen, sind in abgelegenen Regionen (wie hier in Hawaii) schlicht nicht verfügbar und auch nicht bekannt. Andererseits gibt es viele Dienstleistungen, von denen ich wohl einfach noch gar nichts weiss. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis ich sie alle gefunden und ausgeschöpft habe. Trotzdem möchte ich gerne wissen, wie weit das Gesetz wirklich geht und welche Rechte es mir hier in Kailua Kona gibt. Sind mangelnd erkennbare Gehsteige zugänglich? Und wie lange darf eine Behörde zur Konvertierung eines Formulars brauchen?</p>
<p>Die Schweiz hat ihr erwähntes Sozialsystem und eher zugängliches Geld. Es gibt an vielen Bahnhöfen Tastlinien, die die Orientierung erleichtern. Auf Fussgänger wird eher Rücksicht genommen, insbesondere durch das Bauen von tastbaren Gehsteigen. Aber auch in der Schweiz sind viele Massnahmen abhängig von der Region. Und häufig werden auch jene Massnahmen nicht umgesetzt, die im Gesetz verankert wären.</p>
<p>Generell hatte ich den Eindruck, dass die blinden Menschen hier in den USA vermehrt auf sehende Hilfe zurück greifen müssen - der Zahlungsverkehr und der Mangel an öffentlichen Verkehrsmitteln sind nur zwei Beispiele. Ist das schon ihre Vorstellung von Unabhängigkeit? Oder habe ich etwas falsch beobachtet? Und wie sieht wohl die Situation in anderen Teilen der USA aus?</p>
<p>Falls Sie, die dies hier lesen, mehr wissen, schreiben Sie es doch unten in den Kommentarbereich.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/11/11/42/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Verbessertes RSS - Sie wählen die Sprache</title>
		<link>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/10/25/39/</link>
		<comments>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/10/25/39/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Oct 2007 00:38:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[This Blog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jaunscorner.com/blog/2007/10/25/39/</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe endlich die Möglichkeit, Ihnen zwei klar unterschiedene RSS Feeds anzubieten, um Ihr ganz persönliches JaunsCorner.COM Erlebnis zu verschönern!
Da Sie dies hier in deutsch lesen, nehme ich mal an, Sie werden sich für den deutschen RSS FEED von JaunsCorner.COM interessieren. Sollten Sie hingegen mehr auf Englisch stehen, abonnieren Sie einfach den englischen Feed. Full_Artjcle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe endlich die Möglichkeit, Ihnen zwei klar unterschiedene RSS Feeds anzubieten, um Ihr ganz persönliches JaunsCorner.COM Erlebnis zu verschönern!<br />
Da Sie dies hier in deutsch lesen, nehme ich mal an, Sie werden sich für <a href="http://www.jaunscorner.com/blog/feed/de">den deutschen RSS FEED von JaunsCorner.COM</a> interessieren. Sollten Sie hingegen mehr auf Englisch stehen, abonnieren Sie einfach <a href="http://www.jaunscorner.com/blog/feed/en">den englischen Feed</a>. Full_Artjcle </p>
<p>JaunsCorner.COM ist mehrsprachig dank dem grossartigen <a href="http://fredfred.net/skriker/index.php/polyglot">Polyglot Plugin</a>!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/10/25/39/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>René und Leo auf YWAM Connect Net</title>
		<link>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/10/23/38/</link>
		<comments>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/10/23/38/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2007 00:49:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kona]]></category>

		<category><![CDATA[Leo]]></category>

		<category><![CDATA[This Life]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jaunscorner.com/blog/2007/10/23/38/</guid>
		<description><![CDATA[Für die in Englisch bewanderten in unserer Leserschaft sei hier auf Diesen Artikel von Beverly Thomas im YWAM Connect Network hingewiesen. Es ist ein Interview, welches Sie vor einigen Tagen mit mir führte. Im Artikel werden Leo, ich meine (ach so traurige) Lebensgeschichte und mein Glaubenszeugnis vorgestellt. Natürlich wird auch erzählt, was ich hier in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für die in Englisch bewanderten in unserer Leserschaft sei hier auf <a href="http://www.ywamconnect.net/WCdocs/PageContent.cfm?MID=1&#038;LID=67787&#038;ResetDID=Y&#038;CFID=163959&#038;CFTOKEN=ebc43e9d066ce71f-4DEF37E7-A849-F0B1-163A5D70AFC86144">Diesen Artikel von Beverly Thomas</a> im <a href="http://www.ywamconnect.net">YWAM Connect Network</a> hingewiesen. Es ist ein Interview, welches Sie vor einigen Tagen mit mir führte. Im Artikel werden Leo, ich meine (ach so traurige) Lebensgeschichte und mein Glaubenszeugnis vorgestellt. Natürlich wird auch erzählt, was ich hier in Kona mache. Wahrscheinlich kann die Seite nur von rigistrierten YWAM Mitgliedern angezeigt werden. Wenn ich mal Zeit habe, werde ich versuchen, eine alternative Version zur Verfügung zu stellen. Falls Sie, die dies hier lesen, bei JMEM sind oder waren und trotzdem nicht rein kommen, <a href="http://www.jaunscorner.com/blog/contact-rene-and-leo/">lassen Sie es mich wissen.</a> Viel Spass! Full_Artjcle </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/10/23/38/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Kürzlich am Flughafen in Honolulu</title>
		<link>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/10/22/37/</link>
		<comments>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/10/22/37/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Oct 2007 21:10:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bla-Blog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jaunscorner.com/blog/2007/10/22/37/</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Meine Damen und Herren, wir teilen Ihnen mit, dass der Abflug von Flug #29178 nach Blah Blah International verspätet erfolgen wird. Grund für die Verspätung ist, dass wir kein Flugzeug für den Flug haben. Sobald uns ein Flugzeug zur Verfügung steht, werden wir Ihnen die neue Abflugzeit bekannt geben. Full_Artjcle 
Falls Sie ein Flugzeug günstig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Meine Damen und Herren, wir teilen Ihnen mit, dass der Abflug von Flug #29178 nach Blah Blah International verspätet erfolgen wird. Grund für die Verspätung ist, dass wir kein Flugzeug für den Flug haben. Sobald uns ein Flugzeug zur Verfügung steht, werden wir Ihnen die neue Abflugzeit bekannt geben. Full_Artjcle </p>
<p>Falls Sie ein Flugzeug günstig abzugeben oder Kenntnis einer günstigen Bezugsquelle von Flugzeugen haben, melden Sie sich bitte unverzüglich bei einem Mitglied des Bodenpersonals. Wir danken für Ihre Mitarbeit.&#8221;</p>
<p>Anmerkung: Ich habe nur die vorherigen beiden Sätze dazu erfunden!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/10/22/37/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Versuch eines Neustarts</title>
		<link>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/10/18/36/</link>
		<comments>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/10/18/36/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Oct 2007 03:28:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[This Life]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jaunscorner.com/blog/2007/10/18/36/</guid>
		<description><![CDATA[Tja - ist doch erstaunlich, wie schnell 17 Monate vergehen können, in denen ich keine einzige Zeile in meinen Blog geschrieben habe. Erstaunlich - und irgendwie auch enttäuschend   Full_Artjcle 
Natürlich habe ich für die grosse Verspätung eine ganze Menge toller Ausreden, aber ich will gar nicht anfangen, sie aufzuzählen, zu Mal keine davon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja - ist doch erstaunlich, wie schnell 17 Monate vergehen können, in denen ich keine einzige Zeile in meinen Blog geschrieben habe. Erstaunlich - und irgendwie auch enttäuschend <img src='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' />  Full_Artjcle </p>
<p>Natürlich habe ich für die grosse Verspätung eine ganze Menge toller Ausreden, aber ich will gar nicht anfangen, sie aufzuzählen, zu Mal keine davon wirklich zur wirklichen Entschuldigung taugt. Aber jetzt möchte ich eigentlich wieder anfangen, regelmässig (und zwar regelmässiger als jährlich) Bericht meines Daseins zu geben!!!</p>
<p><span id="more-36"></span></p>
<p><strong>Was Sie alles verpasst haben, während ich nicht geschrieben habe?</strong><br />
Na ja - eigentlich nicht viel. Im April, nach dem Ende meines KaliforniAbenteuers, zogen Leo und ich zum ersten Mal in unserem Leben alleine in eine Wohnung, gelegen im schönen Fischermätteli-Quartier in Bern. Das Einrichten und Einleben war herausfordernd, aber machte immer gewaltigen Spass. <a href="http://www.schlapillon.com">Rhiannon</a> und viele andere Leute halfen uns beim Einrichten - es war toll.</p>
<p>Im Sommer fanden die <a href="http://www.jaunscorner.com/blog/2006/04/01/35/">erwähnten</a> Seminare mit <a href="http://www.worldaccessfortheblind.org">Dan Kish von World Access for the Blind</a> statt. Dan Kish blieb für beinahe einen Monat in der Schweiz. Besonderer Vorteil: Er brachte mir einige hilfreiche Kochtricks bei, wohl zum Ärger meines Mikrowellengeräts, welches ich nun etwas weniger häufig einsetzte <img src='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ende Sommer flog Rhiannon in die USA zurück. Ich möblierte meine Wohnung weiter - war zu dieser Zeit gerade bei einem Schreibtisch angelangt.</p>
<p>Im Movember telefonierte ich mit Jack Oppenhuizen, den ich während Reise nach Kalifornien kennen gelernt hatte. Er erzählte mir von einem neuen Projekt, welches die <a href=http://www.uofnkona.edu">Universität der Nationen in Kona, Hawaii</a> starten wollte. Ich verstand damals, dass es grundsätzlich um die Idee gehe, behinderten Menschen  den Zugang zu Missionsarbeit (Training und Einsätze) zu ermöglichen und die Universität der Nationen für Behinderte zugänglich zu machen. Er bat mich, zu prüfen, ob ich bereits im Januar 2007 nach Kona kommen könnte, um während zwei Jahren am Aufbau dieses Projektes mitzuhelfen.</p>
<p>In Windeseile fing ich nun an, alles für eine baldige Abreise zu organisieren. Insbesondere sprach ich mit meinen Arbeitgebern, der <a href="http://www.zugang-fuer-alle.ch">Stiftung Zugang für alle</a> und dem Team des <a href="http://www.illusoria.com"">Illusorialand Museeums</a>, verschaffte mir einen Termin zum Antrag eines U.S. Visums bei der <a href="http://bern.usembassy.gov">Amerikanischen Botschaft in Bern</a> und fing an, Preise für Flugtickets zu prüfen.</p>
<p>Leider folgten dann immer mehr Verzögerungen. Zunächst wurde mir mitgeteilt, dass ich mich, vor meiner Anreise, offiziell um eine Mitarbeiterposition bei der Universität der Nationen bewerben müsse. Die Bewerbungsunterlagen standen leider nur in einem völlig unzugänglichen PDF-Dokument zur Verfügung und die Crew vom Büro für Mitarbeiter in Kona brauchte eine Weile, bis ich mich endlich telefonisch bewerben konnte. Jack hatte in der Zwischenzeit entschieden, einen Projektstart im Sommer vorzuziehen, auf Ende des offiziellen Schuljahres. Und dann waren da noch einige mühsame Momente, bis ich herausgefunden hatte, wie Leo, mein Blindenführhund, nach Hawaii zu importieren war, ohne dass er vorgängig in eine Quarantänestation gebracht werden musste.</p>
<p>Im April 2007 - ich war dann immer noch IN der Schweiz - verursachte Leo beinahe einen Unfall, als er aus nicht erkennbaren Gründen aus einem Wald direkt auf eine viel befahrene Strasse rannte. Das Erlebnis war einschneidend, jedoch für seine führtätigkeit in keiner Weise schädigend, wie einige zusätzliche Trainingstage zeigten.</p>
<p>Es wurde Juli 2007. Endlich war meine Bewerbung durch und ein offizieller Bestätigungsbrief der Universität vorhanden. Leider dauerte es nun noch einmal mehr als einen Monat, bis ich mich bei der U.S. Botschaft für ein Visum bewerben konnte. Zur gleichen Zeit fand ich ein junges Paar, welches sich bereit erklärte, meine Wohnung für zwei Jahre unterzumieten. Die Möbel werden nun also von ihnen genutzt und mir wurde das lästige Auflösen des Haushaltes erspart.</p>
<p>Es gab dann noch ein, zwei Zwischenspiele vor dem Abflug. So meldete sich z.b. eine für die <a href="http://www.avs.admin.ch/Home-D/IV/iv.html">Schweizerische Invalidenversicherung</a> verantwortliche Person, um mir mitzuteilen, dass der Export von Hilfsmitteln (zu denen auch Leo gehört) verboten sei. Als Antwort darauf schickte ich einen Brief, in welchem ich erklärte und bewies, wann und dass ich, MIT HILFSMITTELN, wieder in die Schweiz zurück kehren würde. Bislang blieb jegliche Antwort aus. Falls jemand von der Invalidenversicherung dies hier liesst und Leo abholen möchte, ist ja jetzt klar, wo man uns findet.</p>
<p>Am 17. September flogen Leo und ich dann endlich ab. Zunächst nach San Diego, wo wir zwei tolle Tage verbrachten, dann nach Los Angeles, und am 20. September dann endlich nach Kailua Kona, Hawaii.</p>
<p>Also wie gesagt: Es ist nicht so viel passiert - aber das Passierte war extrem wichtig, da es mich an den Ort brachte, wo ich heute bin.</p>
<p>Und was wir hier nun genau machen, erzähle ich dann nächstes Mal!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jaunscorner.com/blog/2007/10/18/36/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>KaliforniAbenteuer Tag 3: Von Longbeach nach Ensenada</title>
		<link>http://www.jaunscorner.com/blog/2006/04/01/35/</link>
		<comments>http://www.jaunscorner.com/blog/2006/04/01/35/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 Apr 2006 00:55:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Trips]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jaunscorner.com/blog/2006/04/01/35/</guid>
		<description><![CDATA[(Verzeihen Sie, dass meine Berichte so unregelmässig veröffentlicht werden. Leider verhindern die Vielfalt an Orten, Anlässen und Ausstattungen, die ich zur Zeit besichtige, dass ich eine feste Zeit zum schreiben einplane - ich blogge somit immer, wenn ich halt kann.)
Wenn Sie den letzten Beitrag aufmerksam gelesen haben, kennen Sie bereits die wichtigsten Aufgaben, die ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Verzeihen Sie, dass meine Berichte so unregelmässig veröffentlicht werden. Leider verhindern die Vielfalt an Orten, Anlässen und Ausstattungen, die ich zur Zeit besichtige, dass ich eine feste Zeit zum schreiben einplane - ich blogge somit immer, wenn ich halt kann.)<br />
Wenn Sie den letzten Beitrag aufmerksam gelesen haben, kennen Sie bereits die wichtigsten Aufgaben, die ich heute zu lösen hatte: Der Tag würde in Longbeach anfangen und in Mexiko enden. Irgendwo dazwischen kommt ein Halt in San diego und eine Unterhaltung mit Daniel Kish über mögliche Seminare in der Schweiz. Dann fügen sie noch etwas Essen und einige eher seltsame Vorkommnisse hinzu und Sie haben fast alles beisammen - na ja, also hier ist alles im Detail: Full_Artjcle </p>
<p><span id="more-35"></span><br />
Einmal mehr war es mir gelungen, unerwartet lange zu schlafen - als ich erwachte, war acht Uhr Morgens jedenfalls schon vorüber. Zu meinem Erstaunen fand ich das Wohnzimmer und auch den Rest des Hauses völlig leer - weder Leo noch Dan waren irgendwo zu finden. Zum Glück blieb dies nur für einie Minuten so, dann kehrte Dan, der nur mal eben frisches Wasser holte, zurück und erklärte, er habe Leo vor seinem Verschwinden die Türe zum Garten geöffnet. Der Rest des Morgens bestand aus einer weiteren grossartigen Ladung Bohnen, Orangen, Reis und weiteren nahrhaften Elementen sowie auch endlich der Besprechung möglicher Seminare mit Dan Kish in der Schweiz. Da er aufgrund seines bemerkenswert guten Echolokations-Sinnes, der sein Orientierungs- und Mobilitätsvermögen beträchtlich steigert, und dank der &#8220;No Limits&#8221; Philosophie, die er und seine Organisation (World Access for The Blind) in beeindruckender Weise in die Praxis umsetzen, sehr grosses Ansehen geniesst, ist es sehr wahrscheinlich, dass man an seinen Seminaren einiges lernen kann. Tatsächlich war Daniel Kish bereits im vergangenen August in der Schweiz gewesen, wo er drei sehr erfolgreiche Echolokations-Seminare durchführte. Was nun dieses Jahr angeht, so haben wir erst mit Planen angefangen, suchen noch Sponsoren und so weiter; aber wenn alles zum besten verlaufen sollte, werden wir schon im Juni alles mögliche anbieten, von Privatunterricht bis zu aufregenden Fahrradtouren für blinde. Wie sie also sehen, war unsere Unterhaltung sehr erfolgreich - und falls Sie Lust haben, unser Sponsor zu werden, nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf <img src='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nun, leider verging die Zeit in Longbeach viel zu schnell. Ich genoss die Momente in den ruhigen Teilen der Stadt und es widerstrebte mir, bereits wieder zu gehen - dennoch verliess ich den Ort und war kurz nach 14:00 gemeinsam mit Leo in einem weiteren Greyhound Bus auf dem Weg zurück nach San Diego. Leo benötigte diesmal keine Fünf Minuten Pause - offenbar genügte ihm der Garten von Dan&#8217;s Haus.</p>
<p>Vor uns lag der Ausflug nach Mexiko. Ich war im Herbst 2003 zum ersten Mal dort gewesen, als ich für fünf Monate die JMEM Jüngerschafts-Traininsschule (DTS) besuchte. Damals lernte ich auch Melissa und Mike kennen, die beide in meiner Klasse waren. Die Zeit in Mexiko gehört zu den schönsten und herausforderndsten meines Lebens, entsprechend gut tut es, daran zurückzudenken oder dorthin zurück zu kehern. Im Juni 2005 war ich letztes Mal dort gewesen, begleitet von Leo, dem intelligentesten Hund der Welt. Doch bevor wir jetzt wieder nach Mexiko gehen konnten, mussten wir zunächst einmal das JMEM San diego Büro finden, was sich schwieriger gestaltete als ich dachte. Ein Taxi zu finden, war zunächst noch einfach, denn man musste dazu nur aus der Greyhound Station hinaus treten. Nun war aber das Büro, gemäss seiner Postadresse, an der 35. Strasse in National City gelegen; doch zu meinem Erschrecken teilte mir der Taxifahrer mit, dass er eine 35. Strasse in National City nicht finden könne. Das höchste, was es hier gäbe, sei die 30. Strasse, danach aber würde der Ort Chula Vista anfangen. Es folgte die Befragung von rund 20 Passanten, während ich zunächst im San diego Büro anrief (wo niemand abnahm) und dann mein Glück in Ensenada versuchte (wobei fast mein ganzes Mobilkonto aufgebraucht wurde) - schlauer wurden wir bei alledem nicht. Schliesslich fuhren wir schlicht nach Cula vista, wo wir nicht nur eine 35. Strasse, sondern auch das JMEM San Diego Büro fanden. Bis heute ist es mir noch immer ein komplettes Rätsel, wie ein Gebäude, welches offensichtlichst in einem Ort liegt, in seiner Postadresse den Namen des Nachbarortes haben kann - aber immerhin waren wir ja doch noch angekommen.</p>
<p>Eine halbe Stunde später kam auch schon Giezi vorbei und gemeinsam fuhren wir erst Mal zum Flughafen, um seine Freundin Bethany, die ebenfalls eine meiner früheren Klassenkameradinnen war, abzuholen. Wir erledigten dann einige einkäufe und spiesen dann im Unos zu Abend, obwohl die Leute dort ungefähr fünf Minuten benötigten, um zu entscheiden, ob sie das Eintreten meines Assistenzhunder Leo verweigern sollten oder nicht - sie sahen dann zum lück rechtzeitig ein, dass sie ihn würden zulassen müssen.</p>
<p>Um elf Uhr Abends kamen wir in Ensenada an. Auch jene, die nicht sehen können, kriegen dies immer sofort mit, da man hier von einem sehr typischen Fischverarbeitungs-Geschmack begrüsst wird - ein eigentlich furtbarer eruch übrigens, der jedoch dennoch so viele gute Erinnerungen wach ruft&#8230;..</p>
<p>Na ja, dies also ist es, wo ich gerade bin. Und ja, es fühlt sich einfach genial an, wieder hier zu sein. Der Geruch des nahen Meeres (keine Angst: Die Fischfabrik ist weit entfernt), der meist sandige Boden, der ständige Mix aus Spanisch und Englisch, all diese kleinen Dinge machen diesen Ort zu einem der wunderbarsten. Kein Wunder dass sich Melissa und Mike hier verliebten. Morgen gibt&#8217;s wahrscheinlich die Zusammenfassung vom Hochzeit <img src='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Enttäuschenderweise will meine mexikanische Telefonnummer nicht mehr funktionieren. Wer also anrufen will, sollte darum die +1-888-675-7494 vorziehen und eine Sprachmitteilung hinterlassen. Falls Sie noch schneller kommunizieren möchten, hinterlassen Sie doch einfach einen Kommentar zu diesem Eintrag, OK? <img src='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jaunscorner.com/blog/2006/04/01/35/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>KaliforniAbenteuer 2: Vom Essen</title>
		<link>http://www.jaunscorner.com/blog/2006/03/31/34/</link>
		<comments>http://www.jaunscorner.com/blog/2006/03/31/34/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 31 Mar 2006 20:42:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Trips]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jaunscorner.com/blog/2006/03/31/34/</guid>
		<description><![CDATA[Also versuchen Sie bitte gar nicht erst, mich zu fragen, wie und warum unser zweiter Tag so seltsam anfangen konnte; ich weiss nur, dass, als ich aufgeweckt wurde (von Geräusch meines Hundes Leo, der seinen Durst stillte), meine Uhr die Zeit mit einigen Minuten nach Vier ansagte. Als ich schliesslich aufstand, spürend, dass ich nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Also versuchen Sie bitte gar nicht erst, mich zu fragen, wie und warum unser zweiter Tag so seltsam anfangen konnte; ich weiss nur, dass, als ich aufgeweckt wurde (von Geräusch meines Hundes Leo, der seinen Durst stillte), meine Uhr die Zeit mit einigen Minuten nach Vier ansagte. Als ich schliesslich aufstand, spürend, dass ich nun sowieso nicht mehr würde einschlafen können, entdeckte ich, dass die Uhr meines Computers die Meinung vertrat, es sei bereits einige Minuten nach neun. Eine der Uhren musste also falsch sein - aber welche? Wie findet ein blinder, vom Jetlang geplagter Reisender schnell heraus, ob es gerade früher oder eher später Morgen ist? Zugegeben: Es dauerte eine Weile, bis ich das Problem gelöst hatte, denn nicht einmal das Internet, welches mir in diesem Moment eine grosse Hilfe hätte sein können, schien in jenem Moment zu funktionieren. Es war dann das Telefon, welches meine traurige Vorahnung bestätigte: Der Computer hatte recht; meine Armbanduhr - zu welcher auch der extra gestellte Wecker gehörte - muss während der Nacht offenbar einen Rückwärtssprung von fünf Stunden gemacht haben. So kam es, dass ich nun auf einmal fast keine Zeit mehr übrig hatte, bis ich meinen Bus verpasst haben würde.<br />
Ja, der Tag fing irgendwie turbulent an - und leider ohne inbegriffenes Hotel-Frühstück <img src='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> Er endete jedoch dennoch mehr als befriedigend&#8230; Full_Artjcle </p>
<p><span id="more-34"></span><br />
Als das Internet wwieder funktionierte, traf sofort eine E-Mail von Rhiannon, meiner Freundin, ein. Sie hatte mir einie nützliche Informationen zusammengestellt, etwa, wie lange ich vom Hotel zur Greyhound bus Station brauchen würde und ähnliches. Gerade diese hilfreichen Zeilen liessen mich realisieren, dass ich immerhin noch genügend Zeit hatte, meinen Koffer richtig zu packen, Leo zu füttern und ihm die Bäume nahe unseres Zimmers zu zeigen. Die bus-Station erreichten wir per Taxi, was etwa 15 Minuten dauerte und einen auffallend kleinen Bruchteil dessen kostete, was man in der Schweiz für ähnliche Taxidienste ausgeben müsste.<br />
Die Reise im Bus selbst war ziemlich langweilig. Einzig Leo war offensichtlich dankbar für eine fünf Minütige Pause, die ungefähr eine Stunde nach Abfahrt eingelegt wure: Offenbar hatten die Bäume beim Hotel seinen Toiletten-Bedürfnissen nicht entsprochen und so pinkelte und pinkelte und pinkelte er schliesslich auf einer anderen Grünanlage irgendwo zwischen San Diego und Longbeach.</p>
<p>Dan Kish trafen wir kurz nach Eintreffen an der bus-Station. Gemeinsam gingen wir erst mal zu ihm nach Hause, wo es frisch gepflückte Orangen und Bohnen als eine Art Frühstück-Ersatz zu essen gab. Wir hatten uns für längere Zeit nicht mehr gesehen und somit gab es alles mögliche zu diskutieren - Allerdings noch keine Seminar-Bezogenen Fragen, sondern einfach alles andere. Leo genoss in der Zwischenzeit, in Dan&#8217;s verwildertem Garten umherzurennen. Im Verlaufe des Nachmittags verliessen wir dann sein Haus, um einige Einkäufe zu erledigen und schliesslich bei einem chinesischen Restaurant einzukehren. Dort wurde ich mal wieder so richtig satt  - genau so, wie ich es mir nach all den Flugzeug-Malzeiten gewünscht hatte. Zwar habe ich keine ahnung, warum ich jedes Mal, wenn ich die Staaten bereise, chinesisch essen gehe - nicht, dass daran etwas schlechtes wäre, aber irgendwie lustig ist es schon&#8230;</p>
<p>Wie man erwarten darf, fühlten wir uns einigermassen faul nach einem solch grossen essen und wir entschiede, einen entsprechend faulen Weg nach Hause zu nehmen: die Idee wäre gewesen, dass wir die nächste bus-Station gesucht hätten und von dort mit dem bus nach Hause gefahren wären. Leider begegneten wir auf unserem Wege nun aber keiner Bus-Station. Und - was noch seltsamer war - auch Dan&#8217;s Haus war nicht mehr auf diesem Weg zu finden. Wir fanden dann, nach einem eher langen Spaziergang, heraus, dass wir unbewusst eine Abbiegung genommen haben mussten und also auf dem völlig falschen Weg unterwegs waren. Ich war froh, dass Dan sich in Longbeach so gut auskannte und einen bemerkenswert guten Orientierungssinn besass. Er fand ziemlich bald den richtigen Weg zurück und von da brachte er uns wieder auf die ursprüngliche Strasse. Bevor wir ins Haus zurück kehrten, besuchten wir ein weiteres Restaurat, wo mein Magen mit eines Apfelkuchens definitiv voll gestopft wurde und mein Hunger für die nächsten paar Jahre gestillt schien.</p>
<p>Negativerweise war ich, als wir bereits nach sieben Uhr nach Hause kamen, aufgrund des vielen und schweren Essens absolut nicht mehr in Seminar-diskutier-Stimmung, sondern nur noch müde. Wir entschieden daher, die Sitzung auf morgen zu verschieben und dafür heute früher als sonst schlafen zu gehen. Zuvor brachte ich jedoch endlich noch eine Telefonverbindung mit Ensenada zu Stande. Zwar war Melissa selbst gerade nicht da, aber ein freundlicher junger Mann namens Giezi , der sich sogar noch von früher an uns erinnerte, erklärte mir, Melissa habe ihm den Auftrag gegeben, mich am kommenden Tag um 18:30 Uhr in San Diego abzuholen. So wissend, was ich also morgen zu tun hätte, fühlte ich mich erst echt danach, friedlich einzuschlafen; und als dann, noch nicht wissend, dass ich gerade eben mit Ensenada telefoniert hatte, Melissa selbst auf mein Mobiltelefon anrief, um mir so ziemlich alles zu sagen, was ich bereits von Giezi wusste, war meine Laune definitiv nicht mehr zu schlagen.<br />
Ich schlief dann ein, egleitet vom Klang von Flugzeuen, die vom namen Los Angeles Flughafen abflogen resp. diesen anflogen. Ihre Geräusche nervten mich zwar nicht, mussten jedoch dennoch prägend auf mich gewirkt haben, denn einmal mehr träumte ich in jener Nacht von Leo und mir, die wir in einem von ihnen unterwegs waren&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jaunscorner.com/blog/2006/03/31/34/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>KaliforniAbenteuer Tag 1: Alles Stuhl</title>
		<link>http://www.jaunscorner.com/blog/2006/03/31/33/</link>
		<comments>http://www.jaunscorner.com/blog/2006/03/31/33/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 31 Mar 2006 02:05:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Trips]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jaunscorner.com/blog/2006/03/31/33/</guid>
		<description><![CDATA[OK, Leo und ich haben es inzwischen also geschafft und sind zur Zeit gerade in einem Autobus in Richtung Longbeach unterwegs; unser gestriger Reisetag war nicht gerade überwältigend an Ereignissen, die es würdig wären, geblogt zu werden, aber die eine oder andere Überraschung gab es dennoch.
Der Gegenstand des Tages war am Dienstag definitiv Der Stuhl, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>OK, Leo und ich haben es inzwischen also geschafft und sind zur Zeit gerade in einem Autobus in Richtung Longbeach unterwegs; unser gestriger Reisetag war nicht gerade überwältigend an Ereignissen, die es würdig wären, geblogt zu werden, aber die eine oder andere Überraschung gab es dennoch.<br />
Der Gegenstand des Tages war am Dienstag definitiv Der Stuhl, respektive Sitz. Vom Morgen bis zum späten Abend erhielt ich Gelegenheit, dutzende (die sich anfühlten wie hunderte) von ihnen in Anspruch zu nehmen und auf ihnen - Leo natürlich unter ihnen - für mehr oder weniger lange Zeit auf irgendetwas zu warten. Full_Artjcle </p>
<p><span id="more-33"></span><br />
Nach dem Beifahrersitz des Autos meines Vaters, welcher mich zum Bahnhof in Thun brachte, erlebten wir für knapp 100 Minuten die Stühle der Schweizerischen Bundesbahnen, mit deren Hilfe wir an den flughafen Zürich gelangten. Ich bekam von dieser Zugfahrt relativ wenig mit, da ich sie die meiste Zeit schlafend zubrachte. Am Flughafen zürich waren zunächst die sensationell strengen Sicherheitskontrollen, danach die Prozedur des Check Ins und dann alles in allem drei weitere Stühle, die uns angeboten wurden, während wir auf eine Person, die Leo zu seiner Toilette und uns zum Flugzeug bringen sollte, warteten.</p>
<p>Es folgte ein Ausflug ins Freie, den wir extra für Leo machten, damit dieser eine Mauer des Flughafens markieren konnte. Anschliessend ging es (natürlich auf einem Sitz) in einem Transportbus zum Gate, wo wir weiter - und sitzend - warteten. Und dann war es endlich so weit: Die Türen des flugzeuges wurde uns aufgetan. für Leo wurde der Platz neben mir frei gehalten, so dass wir uns beim Hinsetzen keine Quetschungen holten. Die Sitzreihe blieb unser fester Platz für etwas mehr als 11 Stunden - einzig Leo machte während des fluges einmal einen Spaziergang, zusammen mit einem Flugbetreuer, der ihm das Flugzeug zeigen wollte.</p>
<p>Ansonsten verbrachten wir den Flug vor allem schlafend, essend oder hungernd. Die Zeit bis zur Landung wollen wir daher nutzen, endlich auch den Zweck unserer Reise aufzuschreiben:</p>
<p>Am Anfang war da die Einladung zur Hochzeit meiner Freunde Melissa und Mike, die am 31. März in Ensenada heiraten werden. Diese Hochzeit ist der Hauptgrund unseres Fluges nach San Diego, welches nahe bei Ensenada liegt und für welches ich das bereits im vergangenen Post negativ erwähnte Flugticket erwarb.<br />
Um der Reise noch etwas Abwechslung zu verleihen, entschied ich, am 29. März einen Abstecher nach Longbeach einzuplanen, um Daniel Kish, geschäftsführer von World Access for The Blind zu treffen und mit ihm mögliche Seminare in der Schweiz zu besprechen. Ausserdem gab es weitere Kollegen in San Diego, die ich bei der Gelegenheit wieder zu sehen gedachte. Es sind also gleich mehrere Missionen, die zu erfüllen Leo und ich uns in die Köpfe gesetzt hatten.</p>
<p>Das erste Problem, welches sich uns stellte, war jenes des Übernachtens in San Diego. Zwar hatten mir meine Leute in Ensenada versprochen, dass sie sich darum kümmern und mir Bescheid geben würden, sobald sie etwas für uns gefunden hätten. Leider war dies dann so ziemlich das letzte, was ich von ihnen hörte - da waren weder Mitteilungen in meiner e-Mailbox noch auf meinem Anrufbeantworter. Irgendwie ärgerlich für mich, da ich nun nicht wusste, ob ich mir selbst noch kurzfristig eine Übernachtungsmöglichkeit suchen musste oder ob schon alles für unser Eintreffen vorbereitet war und lediglich die entsprechende Nachricht verloren ging.</p>
<p>Über solchen Gedanken grübelnd, erreichte unser flugzeug schliesslich Dallas, wo wir in die USA immigrieren und Umsteigen sollten. Während Leo, durch sehr nervöses Verhalten und heftiges Ziehen an der Leine kund tat, dass er mal dringend auf die Toilette sollte, kamen wir nun in den unverfälschten und ausführlichen Genuss des US-Einreiseverfahrens: Natürlich wurde ausgerechnet heute unser Koffer geöffnet, da man uns nicht abnehmen wollte, dass Leos mitgeführte Nahrung mit sämtlichen anti-Terror-Bestimmungen kompatibel war. Ausserdem wurden mir noch fingerabdrücke genommen - auf Leos Pfoten wurde höflich verzichtet. Das ganze Prozedere wurde durch das Anstehen in vielen Schlangen, die Überforderung der Flughafen-Assistenten sowie das vorhandensein auffallend vieler anderer behinderter Gäste, die allesamt betreut werden wollten, verlängert.Dann, ENDLICH, kam Leo zu seiner Toilette im Freien, die wir jedoch auf ein Minimum beschränkten, da ich damals noch an die Illusion glaubte, ich würde meinen Anschlussflug, der in 10 Minuten starten würde, erwischen.</p>
<p>Um dies definitiv unmöglich zu machen, nahm man mich nun bei einer weiteren Sicherheitskontrolle mer oder weniger komplett voneinander. Obwohl der Beamte mit seinem fröhlich pfeifenden Metall- und Drogendetektor freundlich und sogar lustig aufgelegt war (und, ganz nebenbei, einen weiteren Stuhl anzubieten hatte), änderte dies doch nichts daran, dass sein Theater rund eine viertel Stunde meines Lebens beanspruchte. Als er mich gehen liess, wartete der nächste Sitz auf uns, der zu einem Dallas-flughafen-Transportwagen gehörte, mit dem wir nun einige weitere Minuten lang durch das Gebäude gondelten. Noch bevor wir meinen Flugsteig erreicht hatten, kam die Nachricht per Funk: &#8220;Das Flugzeug ist bereits weg&#8221;.</p>
<p>Auffallend schnell und erst noch ohne weitere Kosten wurden Leo und ich also auf den nächsten flug umgebucht. Ausserdem nahm uns David, ein freundlicher Mann, dem offenbar das selbe Schicksal wie uns widerfahren war, als Gäste mit in die American Airlines Admirals Club Lounge, wo uns nbst einem weiteren Stuhl auch ein Internetzugang erwartete.<br />
Mit dessen Hilfe fanden wir heraus, dass auch weiterhin keine Nachricht von meinem Freunden aus San Diego oder Ensenada vorlag. Ich kam also in den Genuss, uns für nicht gerade zu wenig Geld kurzfristig etwas zu suchen.<br />
Bei Hostelworld wurde meine Abfrage abgewiesen mit dem Argument, ich versuche, zu weit im Foraus zu buchen. Auf der american Airlines Hotel Seite hatten wir schliesslich Erfolg, wenn man eine Nacht für $59 ohne Taxen und Gebüren als solchen bezeichnen darf.</p>
<p>Der Rest ist schnell erzählt: Im Flug nach San diego lernten wir Francis kennen, die selbst in San diego lebt und uns ihre Hilfe anbot, sollten wir während unseres Aufenthaltes Probleme beim Finden von Transportmöglichkeiten oder ähnlichem haben. Nach der Landung machte Leo erst Mal mich und viele andere glücklich, indem er einen seiner berühmten Haufen auf den Teppichboden des Flughafens San diego platzierte. Das Hinaustreten unter freien Himmel war eine Enttäuschung: Hatten wir in Dallas noch den einen oder anderen Sonnenstrahl abbekommen, begrüsste uns hier ein windiger und verregneter Abend; und während sich das Wasser seinen Weg durch meinen Pullover und Leos Fell bahnte, warteten wir auf den Flughafen-Shuttlebus, welcher uns zum Hotel bringen sollte.</p>
<p>Im Hotelzimmer - ausgerüstet übrigens mit nur einem Stuhl, erfreute mich der kostenlose Internetservice, der mir erlaubte, meine Umwelt darüber zu informieren, dass wir weiterhin am leben waren. Ferner konnte ich mein US-Mobiltelefon durch kräftiges Erhöhen seines Kontostandes zu ordnungsgemässer funktionsfähigkeit überreden - wer uns also anrufen will, kann dies nun tun unter +1-888-675-7494.</p>
<p>Gegen elf überkam mich dann wieder eine heftige Müdigkeit und da auch Leo kein Interesse zu haben schien, jetzt noch einmal raus zu gehen, legte ich mich ohne unverzüglich ins Bett. Für den nächsten Tag hatte ich die Reise nach Longbeach geplant. Dazu sollte ich um 10:30 einen Autobus in San diego besteigen. Um davor viel Zeit zu haben und auf keinen Fall das im Zimmerpreis inbegriffene Frühstück zu verpassen, stellte ich meinen Wecker auf sieben Uhr - obwohl ich erwartete, aufgrund der Zeitverschiebung ohnehin nicht gerade lange zu schlafen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jaunscorner.com/blog/2006/03/31/33/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Vorwort KaliforniAbenteuer: Keine Meilen, Keine Kamera, Keine Freundin</title>
		<link>http://www.jaunscorner.com/blog/2006/03/28/32/</link>
		<comments>http://www.jaunscorner.com/blog/2006/03/28/32/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Mar 2006 03:03:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Trips]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jaunscorner.com/blog/2006/03/28/32/</guid>
		<description><![CDATA[In wenigen Stunden ist es endlich wieder so weit: Wir, also ich (René), der intelligenteste Hund der Welt (Leo) und unser fetter Reisekoffer (dem wir keinen Namen gaben), heben wieder ab - diesmal in Richtung des amerikanischen Kontinenten, nämlich nach California, wo wir mindestens die Städte San Diego, Long Beach (beide in den USA) und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In wenigen Stunden ist es endlich wieder so weit: Wir, also ich (René), der intelligenteste Hund der Welt (Leo) und unser fetter Reisekoffer (dem wir keinen Namen gaben), heben wieder ab - diesmal in Richtung des amerikanischen Kontinenten, nämlich nach California, wo wir mindestens die Städte San Diego, Long Beach (beide in den USA) und Ensenada (Mexiko) besuchen werden. Die Reise, die irgendwie nur halbwegs geplant scheint - überhaupt auch viel zu spontan gebucht wurde, verspricht einige Spannung, die hier, sofern sich denn regelmässiger Internet-Zugang findet, täglich und ausführlich dokumentiert werden soll. Full_Artjcle </p>
<p><span id="more-32"></span><br />
Ich muss zwar sagen, dass ich im Moment alles andere als in Reisestimmung bin. Zum einen macht mich die Tatsache traurig, dass <a href="http://www.schlapillon.com">Rhiannon, meine Freundin</a> nicht mit mir in die USA fliegen, sondern in der Schweiz bleiben wird. Ich merke schon jetzt, wie sehr sie mir fehlt und es ist, als ob mein Herz nächstens brechen wolle. Dann war da gestern Abend noch dieser zermürbende Zwischenfall mit der digitalkamera: Um einfach und schnell ein paar Bilder machen lassen zu können, hatte ich mir doch noch spontan so ein Teil gekauft; aber ich war noch keine halbe Stunde Besitzer meiner eigenen Foto-Ausrüstung, als sie mir schon wieder abhanden kam - der Typ, der mich zunächst noch beim Einkaufen von schweizer Mitbringsln unterstützte, nahm sich die Freiheit, mit dem Gerät durchzubrennen, ohne dabei vom Blitz getroffen zu werden. Na ja, und abgerundet wird das Elend noch durch <a href="http://www.ebookers.ch">ebookers</a>, dem Reiseportal, auf welchem ich meinen Flug buchte: Entgegen mündlichen Zusagen, die mir die Mitarbeiter vor meiner Buchung ausdrücklich machten, wurde mir ein Flugticket ohne Anspruch auf das Sammeln von Vielflieger-Meilen verkauft. Dies nervt vor allem darum, da ich nun noch etwas längr auf den Freiflug, der mir bei Erhalt von Meilen gewährt worden wäre, warten darf und an die 13000 Flugmeilen schlicht verpassen werde.<br />
So, also, wird mein Kalifornien-Abenteuer starten: Ohne Flugmeilen, ohne Kamera, ohne Freundin. Ist es nicht ein Elend?</p>
<p>Wage erinnere ich mich noch an meinen ersten Flug nach San Diego, welcher bald drei Jahre zurück liegt. Auch damals war ich, glaube ich, vor dem Einsteigen alles andere als glücklich über meine Reisepläne. Auch damals war ich nur wenige Tage vor dem Abflug beraubt worden; ausserdem handelte es sich um eine lange Reise, die mich schlussendlich für sechs Monate von meinen alten Freunden in der Schweiz trennte - auch dies war ein Anlass zu Tränen. Und dann gab es noch irgendwelches Geplänkel betreffend eines US-Visums, welches dazu führte, dass niemand so recht wusste, ob man mich in die vereinigten Staaten würde einreisen lassen oder nicht. - In gewisser Hinsicht scheint es, als hätten sich meine Reisesorgen und -Anfechtungen in den letzten drei Jahren gar nicht so stark verändert?</p>
<p>Wenn ich dann weiter denke, kommt mir der Moment des totalen Wandels in den Sinn: Es gab da den Zeitpunkt, wo sich alle Sorgen auf einmal aufzulösen schienen. Es war ein Moment des Realisierens, dass da etwas ganz grossartiges bevor stand und des Aufmerkens, dass es grossartig sein würde, unabhängig davon, welchen Herzschmerz ich mir aus der Heimat mitnehmen würde. Zwar, wurde mir mit einem Schlag klar, würde ich meine Freunde nicht mehr sehen, jedoch auch nicht verlieren; zwar war ich beraubt worden, jedoch nicht meines Lebens; und zwar könnten mich die US-Zollbehörden möglicherweise gleich wieder nach Hause schicken, aber vorerst sass ich ja noch im Flugzeug und dieses hatte in genau diesem Moment seine Masse vom Boden gelöst und hob ab - MIT MIR!</p>
<p>Auch jetzt, wo mir diese Gedanken durch den Kopf gehen, spüre ich, wie sich meine Stimmung doch noch zum Guten wendet: Ich sitze zwar noch nicht in einem startenden Flugzeug, sondern lediglich auf meinem tollen, blauen, Bürostuhl und lausche dem Regen, der den Boden meines Dorfes liebkost. Wenige Autominuten von mir entfernt schläft Rhiannon, die nicht mit kommt; über mir fliegen Flugzeuge, deren Insassen Meilen sammeln, im Gegensatz zu mir. Und an einem mir böllig unbekannten Ort wird wohl auch ein bestimmter Typ abhängen, damit beschäftigt, doofe Bilder von seiner traurigen Umwelt zu machen - MIT MEINER KAMERA!</p>
<p>Aber bald wird mein Flugzeug trotz alledem abheben - Und Wieder MIT MIR! Und auch wenn Rhiannon nicht mit kommen kann, so werde ich nicht von ihr getrennt sein; und falls ich keine Bilder machen lassen kann, werde ich Töne und Texte sammeln; und was Ebookers angeht - Na ja, die haben ja noch 8 Stunden, um mein Ticket zu ändern <img src='http://www.jaunscorner.com/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Auf jeden Fall wird die Reise wieder ganz grossartig - und mein Elend wird daran gar nichts ändern.</p>
<p>So! Und nun muss ich meinen Koffer fertig packen!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jaunscorner.com/blog/2006/03/28/32/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
	</channel>
</rss>
